Energieberater HWK - Kurzprofil

Was bedeutet die Ausbildung zum Energieberater HWK?

Umwelt und Klimaschutz sind die globalen Themen der Zukunft. Die Energieberatung ist mittel- und langfristig eine besonders wichtige Möglichkeit Energieressourcen einzusparen und die Umwelt zu schonen. Zum 1. Oktober 2007 trat die neue Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden in Kraft, kurz Energieeinsparverordnung (EnEV 2007). Der Bedarf an qualifizierten Energieberaterinnen und Energieberatern, auch aus dem Handwerk, wird dadurch enorm zunehmen. Das Handwerk als Bindeglied zwischen Politik und Bevölkerung bildet sich seit Jahren gerade in den Bereichen Energie und Umweltschutz weiter.



Was bringt die berufliche Weiterbildung zum Energieberater HWK?

Zielgruppe zur Weiterbildung sind Meister, Techniker, Ingenieure und Architekten



Ausbildung - Lehrgang - Kurs - diese Lehrinhalte werden vermittelt:

  • Klimaschutz, Energieversorgung und regenerative Energietechniken, Einführung in die Energieberatung, Motivation/Möglichkeiten persönlichen Engagements/berufliche Qualifikation, Ökologische Grundlagen / AGENDA 21 - Argumente zu Treibhauseffekt, Ozonproblematik und Luftverschmutzung, Energieressourcen und Einsparpotentiale - Bedeutung für private Haushalte, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen, Energiekennzahlen verschiedener Bauepochen, Förderdatenbanken/Internet-Recherchen, Stromtarife/Lastmanagement, Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung, Kraft-Wärme-(Kälte-) Kopplung, Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen.
  • Energieeinsparverordnung, Blower-Door-Test und bautechnische Grundlagen, Anwendung der Energieeinsparverordnung (EnEV) - vereinfachtes Verfahren und Monatsbilanzverfahren, EnEV im Zusammenspiel mit der DIN V 4108-6 (Wärmeschutz) und der DIN V 4701-10 (Anlagentechnik), Bewertung der Anlagentechnik mit Diagrammverfahren / Kenndaten-Verfahren, Einsatz aktueller Software-Programme, Bauphysikalische Aspekte, Baustoffe, Baukonstruktionen, U-Wert-Berechnung, Feuchtehaushalt und Wärmebrücken, Praktische Vorführungen: Blower-Door-Test / Luftdichtheit, Thermografie-Aufnahmen zur Wärmebrücken-Ermittlung
  • Umweltfreundliche Heiztechniken, Lüftungstechnik, Neubauplanung mit der EnEV, Thermische Solartechnik: Kollektor-Typen, Anlagen zur Brauchwassererwärmung und zur Raumheizungsunterstützung, Holz-, Hackschnitzel- und Pelletsfeuerungen: Brennstoffeigenschaften, Brennertypen, Anlagenkonzeption, Lagerräume, Biomasse, Pflanzenöl- und Biogasanlagen, Wärmepumpen zur Nutzung von Umweltwärme und Wärmerückgewinnung, Konzeption von Lüftungsanlagen: zentral oder dezentral, Berechnung und Bewertung mit Kennzahlen nach EnEV, Neubauplanung mit der Energieeinsparverordnung, Berechnung eines Wohngebäudes nach unterschiedlichen Verfahren.
  • Modernisierungsplanung in privaten, kommunalen und gewerblichen Gebäuden, Sanierungsmaßnahmen in der Heizungstechnik, Bewertung von Öl- und Gasheizkesseln im Bestand, Gasbrennwerttechnik, Abgastechnik, Bewertung der Verluste bei der Speicherung, Verteilung und Übergabe, Auswahl von Heizflächen, Bewertung der Behaglichkeit im Wohn- und Arbeitsbereich, Sanierungsmaßnahmen in der Bautechnik, typische bautechnische Sanierungsmaßnahmen, Kostenermittlung für Sanierungsmaßnahmen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Datenaufnahme: Gebäudegeometrie, Baustoffe, Fenster/Türen, Energieträger/-verbrauch, Heizungs- und Lüftungstechnik.
  • Energieberatung in der Praxis - Projektarbeit und Marketing, Bearbeitung eines Energieberatungsprojektes in Gruppen, Berechnung von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten, solaren und internen Gewinnen, Bewertung des Wärmeschutzes, Berechnung der Anlagenverluste, der notwendigen Hilfsenergie, des Endenergie- und Primärenergiebedarfes sowie der CO2-Emissionen, Vergleich Ist-Zustand und Sanierungsvariante mit Kosten- und Wirtschaftlichkeitsermittlung, Marketing- Strategien.




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