Praktischer Leistungswettbewerb der Handwerksjugend
Jedes Jahr findet nach Abschluss der Sommerprüfungen der "Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks" in rund 140 Wettbewerbsberufen statt. Die Zahl der Wettbewerbsberufe übersteigt die eigentliche Anzahl der Ausbildungsberufe, da in allen Fachrichtungen eines Berufes jeweils ein eigener Wettbewerb durchgeführt wird.
Der Wettbewerb findet auf drei Ebenen statt: Zunächst werden die Kammersieger (Bezirk Mittel-franken) ermittelt, die dann zu einer weiteren Ausscheidung auf Landesebene (Bayern) antreten. Auf Bundesebene erfolgen die Plazierungen durch die jeweiligen Landessieger.
Für den Wettbewerb gelten bundeseinheitliche Richtlinien, die vom "Zentralverband des Deutschen Handwerks" erstellt werden. Danach ist unter anderem teilnahmeberechtigt, wer zum Zeitpunkt der Prüfung nicht älter als 23 Jahre ist und eine gute Prüfungsleistung erbracht hat. Die Grundlage einer Bewertung ergibt sich in der Regel entweder aus einem Prüfungsstück oder aus einer eigens unter Wettbewerbsbedingungen gefertigten Arbeitsprobe. Anmeldungen für den Wettbewerb nehmen die Handwerkskammern aufgrund der erzielten Noten automatisch vor. Die Teilnahme selbst ist für Gesellinnen und Gesellen freiwillig und gebührenfrei.
Allein in Bayern gehen pro Jahr etwa 110 Landessiegerinnen und Landessieger aus dem prestigeträchtigen Wettbewerb hervor. Die Sieger/Siegerinnen auf allen drei Ebenen gehören durch ihre gezeigten Leistungen zur Elite des Handwerksnachwuchses mit meist hervorragenden Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Am Erfolg der Sieger im Leistungswettbewerb haben auch jene Handwerksmeisterinnen und -meister einen Anteil, die sich als Lehrmeister um den qualifizierten Nachwuchs gekümmert haben.
Erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines überregionalen beruflichen Leistungswettbewerbs können auch in die "Begabtenförderung Berufliche Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aufgenommen werden. Aber auch alle qualifizierten Absolventinnen und Absolventen, deren Prüfung mit besser als "gut" bewertet wurde, können eine Förderung erhalten.