EnergiepolitikHandwerk fordert möglichst breit aufgestellte Energieversorgung
19. März 2026 – Statement von Präsident Peteranderl
„Die aktuelle Energiekrise aufgrund des Irankrieges zeigt wieder einmal deutlich, dass wir mehr dafür tun müssen, unsere Energieversorgung nicht nur nachhaltig, sondern auch sicher und bezahlbar aufzustellen. Dazu müssen wir endlich alle verfügbaren Möglichkeiten nutzen. Denkverbote bringen uns nicht weiter“, sagte der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl.
Die langjährigen Forderungen des Handwerks an eine sachgerechte Energiepolitik bekommen jetzt eine neue Dringlichkeit und müssen deshalb endlich umgesetzt werden:
- Unsere Energieversorgung muss auf eine möglichst breite Grundlage gestellt werden, sowohl was verwendete Träger und Technologien als auch was die regionalen Bezugsquellen angeht.
- Die erneuerbaren Energien müssen weiter ausgebaut werden, aber gezielter und in enger Abstimmung mit dem Netz- und Speicherausbau.
- Welche Energieträger wie eingesetzt werden, sollte mehr der Marktsteuerung überlassen werden. Kleinteilige staatliche Einflussnahme führt zu Marktverwerfungen und damit nur zu weiteren marktverzerrenden Einflussnahmen.
- Energieeinsparung und effiziente Energieverwendung müssen stärker vorangebracht werden. Auch hier sind die Marktkräfte die besten Treiber. Zusätzlich sind aber auch gezielte, ausreichende und verlässliche Fördermaßnahmen vor allem im Baubereich notwendig.
- Bei der aktuellen Entwicklung auf den Energiemärkten muss politisch auf Sicht gefahren werden. Wenn die Marktstörungen und damit die hohen Energiepreise aufgrund des Irankrieges länger anhalten, dann muss sich die Politik Gedanken machen, wie die Unternehmen und gerade die kleinen und mittleren Betriebe des Handwerks entlastet werden können, um die Versorgung mit unverzichtbaren Gütern und Dienstleistungen sowie auch betriebliche Existenzen mit ihren Arbeits- und Ausbildungsplätzen zu sichern.