Der Zupfinstrumentenmacher wird als weiterer Handwerksberuf gezeigt. Auf seinem Instrument spielt er die Hintergrundmusik des TV-Spots.
Das Handwerk: Making-of vom TV-Spot 2018 © handwerk.de/Ursel Barwinski

Berufsorientierung am Gymnasium

Informationen für Lehrerinnen und Lehrer

Zehn Gründe für eine Ausbildung

Wenn das Schulende naht, stellt sich für junge Menschen die Frage, welchen Berufsweg sie einschlagen. Abiturienten und Fachoberschüler neigen schnell dazu, eine Ausbildung erst gar nicht in Betracht zu ziehen. Warum nicht studieren, wenn man die Möglichkeit dazu hat?

Dabei gibt es gute Gründe, die für eine Ausbildung sprechen. Es kommt ganz auf den jungen Menschen und seine Stärken, Fähigkeiten und Ziele an. Mehr Informationen finden Sie auch auf elternstolz.de.

 

1.  Mit einer Ausbildung Karriere machen

Stimmt schon: Akademiker verdienen im Durchschnitt mehr und haben im Durchschnitt ein geringeres Risiko, arbeitslos zu werden. Im Durchschnitt. Im Einzelfall hängen die Berufschancen stark von Branche und Stelle ab. Zum Beispiel ist der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften in MINT-Berufen sogar größer als der Bedarf an Akademikern – und das Risiko, arbeitslos zu werden, geringer. Auch in der weiteren Karriere stehen erfolgreichen Azubis alle Wege offen: Immerhin hat es jede dritte Führungskraft auch ohne Studium nach oben geschafft.



2.  Die Arbeit mit Kollegen spornt an

Ein Studium kann ziemlich anonym sein. Viele Erstsemester fühlen sich allein gelassen und sind von der Organisation überfordert. In einer Ausbildung kümmern sich ein Ausbilder und die erfahreneren Kollegen um die Azubis. Die Aufgaben und Tätigkeiten sind klar. Schnell sind Azubis in konkrete Projekte eingebunden. An der Berufsschule können sie sich mit anderen austauschen – gemeinsam lernt es sich ja bekanntlich leichter.

 

3.  Das eigene Geld macht selbstbewusst

Studierende werden von den Eltern bezuschusst, erhalten BAföG oder müssen nebenher jobben. Azubis erhalten eine Ausbildungsvergütung. Anfangs reicht es vielleicht nur für ein WG-Zimmer, aber spätestens, wenn die Ausbildung beendet ist, macht sich der Unterschied deutlich bemerkbar. So oder so: Wer eigenes Geld verdient, ist unabhängiger und kann selbst über sein Leben entscheiden. Das ist gut fürs Selbstbewusstsein.

 

4.  Azubis können sich gleich im Job bewähren

Während sich Studierende nach dem Abschluss in Unternehmen beweisen müssen, gelingt Azubis der Wechsel in den Beruf viel früher. Ihre Fähigkeiten kommen sofort zum Einsatz. Der Wechsel von der Schule in den Berufsalltag ist auch gut für die persönliche Entwicklung: Azubis lernen, Verantwortung zu übernehmen, und wachsen an ihren Aufgaben.

 

5.  Für jeden jungen Menschen gibt es die richtige Ausbildung

Ausbildung ist nicht gleich Ausbildung. Um den Stärken und Fähigkeiten jedes Einzelnen gerecht zu werden, gibt es unterschiedliche Arten, die Ausbildung zu organisieren. Wer die richtigen Noten hat, kann früher zur Prüfung zugelassen werden. Für Abiturienten gibt es maßgeschneiderte Modelle. Mit einem Dualen Studium können junge Menschen gleichzeitig eine Hochschule besuchen und praktische Erfahrungen in Unternehmen sammeln – und erhalten zwei Abschlüsse. Junge Eltern können mit einer Teilzeitausbildung Beruf und Kind unter einen Hut bringen.

 

6. Während der Ausbildung ins Ausland

Teile der Ausbildung können im Ausland absolviert werden. Der Blick über den Tellerrand wird meist finanziell über verschiedene Förderprogramme unterstützt.



7.  Studieren? Geht später auch noch!

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Wer sich nicht sofort nach der Schule für ein Studium entscheidet, kann es ja auch noch später nachholen. Mit einer Ausbildung und drei Jahren Berufserfahrung kann man fachgebunden studieren und mit dem Meister oder einer gleichwertigen Fortbildung sogar jedes Fach studieren. Aber auch viele Abiturienten haben es nach einer abgeschlossenen Ausbildung im Studium leichter. Sie haben gelernt, zielstrebig und strukturiert zu arbeiten und wissen, worauf es bei der Arbeit ankommt.

 

8.  Eine Ausbildung verbindet Theorie und Praxis

In Vorlesungen sitzen, stundenlang in der Bibliothek büffeln und Bücher wälzen – das liegt nicht jedem. Theoretisches Wissen muss man sich zwar auch in der Ausbildung aneignen, aber der Bezug zur Praxis ist immer gegeben. Dadurch gelingt es Auszubildenden leichter, sich vor Prüfungen zu motivieren. Und es passiert selten, dass sie sich Lernstoff aneignen, den sie niemals anwenden können.



9. Verkürzen der Ausbildungszeit

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann die reguläre Ausbildungszeit um bis zu 12 Monate verkürzt werden.



10. Vom Azubi zum Unternehmer

In Bayern stehen in den nächsten zwei bis fünf Jahren ca. 23.000 Betriebe zur Übernahme an. Dies ist eine hervorragende Gelegenheit für selbstbewusste und engagierte junge Menschen, die ihre unternehmerischen Vorstellungen im eigenen Unternehmen verwirklichen und ihr eigener Chef sein wollen.





So funktioniert die Ausbildung

Film ab! So funktioniert es

Wie funktioniert das eigentlich genau mit einer Ausbildung im Handwerk? Welche Gründe sprechen für eine Ausbildung im Handwerk? Und was kann man damit alles erreichen?

Diesen und noch vielen weiteren Fragen geht der Erklärfilm auf den Grund. Viel Spaß beim Anschauen.



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Unterstützen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler

Hier stellen wir Ihnen einige Hilfsmittel vor, die Ihnen dabei helfen, Ihre Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung optimal zu unterstützen.





Berufe-Checker und Blog: Lehrlinge für Bayern

Mit dem Berufe-Checker unter lehrlinge-fuer-bayern.de können Schülerinnen und Schüler herausfinden, welcher Handwerksberuf zu ihnen passt. Im Blog auf dieser Seite finden sie außerdem Geschichten, wie Abiturienten den Weg zum Traumberuf im Handwerk gefunden haben oder wie ein Auslandsaufenthalt in die Ausbildung integriert wird. 





Praktikum

Praktika sind für junge Menschen der Königsweg, um sich über die Berufsorientierung klar zu werden. Sie dienen dem Kennenlernen eines Berufsbildes bzw. eines Ausbildungsbetriebes.





Praktikumsbegleitheft

Das Praktikumsbegleitheft richtet sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler. Es ist aber auch für Lehrerinnen und Lehrer sowie Ausbildungsbetriebe ein wertvolles Hilfsmittel, um das Praktikum erfolgreich zu gestalten.

Das Heft gibt interessante Tipps,

  • wie ein Praktikum vorbereitet werden kann,
  • was während eines Praktikums zu beachten ist und
  • wie der Praktikumsbericht für die Schule gelingt.


Praktikumsbegleitheft

Eine leicht verständliche Darstellung der rechtlichen Regelungen zum Thema Praktikum sowie eine Übersicht über die Ansprechpartner in den bayerischen Handwerkskammern runden die Broschüre ab.

Das Praktikumsbegleitheft steht kostenlos zum Download zur Verfügung. Gedruckte Exemplare erhalten Sie bei Ihrer Handwerkskammer.



Lehrstellenradar 2.0

Das Lehrstellenradar bietet einen einfachen Zugang zu freien Lehrstellen oder Praktikumsplätzen in Handwerksberufen.

Weitere Informationen finden Sie unter lehrstellen-radar.de.

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Weitere Onlineangebote zur Berufsorientierung im Handwerk finden Sie hier.

 



Spezielle Angebote für Abiturienten

Normalerweise dauert eine Ausbildung je nach Ausbildungsberuf zwischen 2 und 3,5 Jahren. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann die Ausbildungszeit jedoch um bis zu 12 Monate verkürzt werden.



Verbundstudium

Wer in einem mittelständischen Unternehmen erfolgreich sein will, braucht insbesondere technisches Wissen und praktische Erfahrungen. Hier setzt das Verbundstudium (auch duales Studium genannt) an: Parallel zu einem Hochschulabschluss (Bachelor) wird eine Gesellenprüfung in einem der Fachrichtung entsprechenden Ausbildungsberuf abgelegt.

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Der Film von hochschule dual zeigt, wie das Verbundstudium in Bayern funktioniert. Weitere Informationen finden Sie hier.





Abi und Auto

Das Abiturientenprogramm im Kfz-Handwerk Abi + Auto ist eine Kombination aus Aus- und Fortbildung. Durch die in die Ausbildung integrierte Fortbildung bekommen die Teilnehmer/innen attraktive Zusatzqualifikationen, die auf die Meisterprüfung angerechnet werden. Die jungen Menschen werden von Anfang an systematisch auf eine Führungsposition oder die Selbständigkeit vorbereitet.

Weitere Details und Informationen, in welchen Regierungsbezirken Abi und Auto aktuell angeboten wird, erhalten Sie hier und hier.







Höhere Berufsbildung

Nach der Ausbildung stehen den jungen Menschen vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten und attraktive Karrierewege offen.



Meister (Bachelor Professional)

Der Meister ist die anspruchsvolle Weiterbildung im Handwerk schlechthin. Mit dem Meisterbrief in der Tasche kann man ein junge Menschen ausbilden, ist gesuchte Fach- und Führungskraft. Last but not least kann man einen eigenen Handwerksbetrieb gründen oder einen bestehenden Betrieb übernehmen.

Der Meisterbrief berechtigt außerdem zur Aufnahme eines Studiums in jeder Fachrichtung. Er ist damit die Eintrittskarte zu jeder Universität oder Hochschule für angewandte Wissenschaften. Dies ist insbesondere für Schülerinnen und Schüler interessant, die das Gymnasium ohne eine Hochschulzugangsberechtigung verlassen.



Unternehmertum und Betriebsübernahme

In Bayern stehen in den nächsten zwei bis fünf Jahren ca. 23.000 Betriebe zur Übernahme an. Dies ist eine hervorragende Gelegenheit, für selbstbewusste und engagierte junge Menschen, die sich selbst verwirklichen und ihr eigener Chef sein wollen.





Ansprechpartner für Koordinatorinnen und Koordinatoren für Berufsorientierung bei den bayerischen Handwerkskammern



Handwerkskammer für Mittelfranken

Matthias Braun
0911 5309-200
matthias.braun@hwk-mittelfranken.de
www.hwk-mittelfranken.de

Handwerkskammer für München und Oberbayern

Alexander Dietz
089 5119-221
alexander.dietz@hwk-muenchen.de
www.hwk-muenchen.de

Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz

Stefanie Höllseder
0851 5301-125
stefanie.hoellseder@hwkno.de
www.hwkno.de

Handwerkskammer für Oberfranken

Christina Spickenreuther
0951 91506-40
christina.spickenreuther@hwk-oberfranken.de
www.hwk-oberfranken.de 

Handwerkskammer für Schwaben

Nina Seitz
0821 3259-1458
nina.seitz@hwk-schwaben.de
www.hwk-schwaben.de